10+1 Aspekte, auf die Sie bei der Badplanung achten sollten!

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Holz im Bad - problemlos
Quelle: J.Croese http://www.shutterstock.com/

Badplanung

Wer träumt nicht von einem Bad, das einer Wellness-Oase gleicht? Ein Bad, in dem außergewöhnliches Flair das Loslassen vom Alltag ermöglicht? Ein Raum mit liebevollen Details, die den Wunsch wecken, noch ein bisschen länger hier zu verweilen. Leider sieht die Realität meist ganz anders aus: Zweckmäßigkeit und fehlende Badkonzepte bestimmen das Badezimmer und es wirkt eher als notwendiges Übel denn als Raum der Extraklasse. Damit Sie bereits in der Planungsphase alle wichtigen Details im Blick haben, finden Sie hier 10+1 Aspekte, auf die Sie bei der Badplanung achten sollten. Damit sind Sie bestens vorbereitet für Ihr Traumbadezimmer.

  1. Machen Sie eine Bedarfsanalyse

Zur Bedarfsanalyse gehören einerseits Grundriss, Installationsplan und Fliesenplan. Sie sollten sich jedoch auch die Frage stellen, welche Anforderungen Sie und Ihre Familie an Ihr neues Bad und an die Sanitärkeramik stellen und welche Bedürfnisse Sie haben. Hier geht der Trend weg von einem Badezimmer, in dem die tägliche Körperhygiene im Mittelpunkt steht und hin zu einem Bad, das als Wellnessbereich für die ganze Familie dient. Das führt kurzerhand zu andere Ansprüche in Bezug auf Raumgröße und Komfort.

  1. Achten Sie auf gesetzliche Vorgaben

Laut der DIN 18022 sollte ein Bad eine Größe von mindestens 5 m² haben. In Wohnungen mit mindestens vier Räumen ist darüber hinaus ein separates WC mit einer Größe von mindestens 2 m² empfohlen. Neben der klassischen Gästetoilette ist in neueren Planungen auch häufig eine Dusche vorgesehen, wodurch das einstige Gäste-WC den Charakter eines vollwertigen Badezimmers erhält. Wenn das Bad von körperlich eingeschränkten Personen benutzt wird, sollten Sie zudem auf das Einhalten der DIN 18025 achten.

  1. Berücksichtigen Sie die Durchlüftung

Ob Sie Ihr neues Bad in Ost-, Süd-, West- oder Nordausrichtung planen, entscheiden Sie ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack. Viel wichtiger ist die Durchlüftung des Badezimmers. In Bädern ohne Fenster entsteht durch die fehlende Luftzirkulation Wasserdampf und diese Feuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen und unangenehme Gerüche entstehen lassen. Durch passende Lüftungssysteme (z.B. auch in der Badzimmertür) können Sie das verhindern und auch in innen liegenden Bädern ein gesundes Raumklima schaffen.

  1. Bringen Sie Wärme ins Spiel

Das Bad ist auch der Raum mit dem größten Wärmebedarf. Zur Beheizung eignen sich Plattenheizkörper, Rippenheizkörper, Wandheizungen und Fußbodenheizungen. Rechnen Sie insbesondere bei der letztgenannten Wärmequelle mit höheren Stromkosten und achten Sie darauf, dass Sie wissen, wo welche Sanitärkeramik steht, ehe mit dem Verlegen der Heizschlangen begonnen wird. Denn im Bereich der Sanitärkeramik dürfen wegen eines möglichen Wärmestaus keine Heizschlangen verlegt werden.

  1. Fragen Sie sich, welches Zubehör nützlich für Sie ist

Passendes Zubehör findet sich in vielen Formen, Materialien und Farben. Besonders nützlich sind vor allem Seifenspender, Handtuchhalter, Haken, Antirutschvorrichtungen und Ablageflächen. Aber auch Toilettenpapierhalter, Feuchtpapierbox und Bürstengarnitur in unmittelbarer Nähe zum WC oder Bidet fördern Ihr Wohlbefinden im Bad. Auch wenn es vielleicht noch etwas Zeit ist, können Sie jetzt schon darüber nachdenken, wie Sie Ihr Bad im Alter optimal nutzen können. Wo sind z.B. Haltegriffe sinnvoll? Gibt es Wannensitze oder –lifte für Ihre Wunschbadewanne?

  1. Wählen Sie Ihre Badbeläge mit Bedacht

Als Badbeläge sind wasser-, feuchtigkeitsbeständige, hygienische, leicht zu reinigende und rutschsichere Bodenbeläge geeignet.

Die weiteste Verbreitung haben keramische Fliesen. Da das Bad zum Barfußbereich zählt, sind Fliesen mit der Abriebklasse 1 ausreichend. Wir empfehlen jedoch eine höhere Abriebklasse. Ideal sind Steinzeugfliesen, da sie durch ihre sehr dichte Oberfläche extrem hart sind und eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit besitzen. Wegen der rutschhemmenden Wirkung empfehlen sich gerippte, geriffelte oder genoppte Oberflächen. Natursteinfliesen aus Granit sind besonders belastbar, unempfindlich und zugleich erschwinglich. Textile Beläge sind auch im Badbereich möglich. Sie sollten aus wasserunempfindlichen, synthetischen Fasern sowie verrottungsfest sein. In immer mehr Bädern kommen Holzdielen, z.B. aus Eiche, zum Einsatz. Um ein Aufquellen durch die Feuchtigkeit im Bad zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Oberfläche durch einen Lack zu schützen, damit sie lange Freude an Ihrem Boden haben.

  1. Setzen Sie auch schöne Wände

Bei der Wandgestaltung sind Ihrem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt. Sie haben eine unglaubliche Auswahl an Farben, Formaten, Oberflächen, Dekore, Ornamenten und Bordüren. Selbst Fotos lassen sich auf Fliesen aufdrucken und halten Ihre schönsten Erinnerungen fest. Für saubere Abschlüsse an Ecken, Fenstern, Türen oder Badmöbeln empfiehlt sich ein Fliesenplan. Holz im Bad sorgt für Behaglichkeit und zusätzliches Wohlbefinden. Achten Sie darauf, dass die Wandpaneele durch eine fachgerechte Lattenunterkonstruktion zur Hinterlüftung eingebaut werden, wodurch die Feuchtigkeit abtrocknen kann. Nur so ist sichergestellt, dass die Belüftung optimal funktioniert und Schimmelbildung verhindert wird.

  1. Beleuchten Sie Ihr Bad

Damit Ihr Bad ein Raum der Entspannung wird, können unterschiedliche Lichtquellen für ein harmonisches Ambiente sorgen. So kann die Hauptbeleuchtungsquelle durch Lampen in Wänden oder auch im Boden stimmungsvolle Akzente setzen. Achten Sie auf ein helles, blendfreies Licht, das weich wirkt und von der Seite einfällt. Schmink- und Badspiegel können zusätzlich beleuchtet sein und sollten in der richtigen Höhe angebracht sein.

  1. Planen Sie einen besonderen Raum

Die Gestaltungsmöglichkeiten im Badbereich sind umfassend und für jeden Geschmack und Budgetrahmen ist etwas dabei. Für einen besonderen Raum eignen sich Eckmodule, freistehende Badmodule, z.B. Badewannen, oder Raumteiler. Auch Dachschrägen lassen harmonische Bäder entstehen, die zum länger bleiben einladen. Mit den passenden Badmöbeln und Accessoires erhält Ihr Bad zusätzlich ein besonders Ambiente.

  1. Nehmen Sie sich Zeit

Fehler bei der Badplanung lassen sich im Nachhinein nur schwer korrigieren. Überlegen Sie, welche Bedürfnisse Sie haben und schlafen Sie lieber eine Nacht länger über den Entwurf, als eine schnelle Entscheidung zu treffen, die Sie hinterher möglicherweise anders machen würden.

  1. Extratipp: So schaffen Sie Stauräume in kleinen Bädern

Nutzen Sie die verfügbaren Flächen in Ihrem Bad optimal aus, z.B. unter dem Waschbecken für Handtücher und Toilettenpapier. An der Badezimmertür können Sie zusätzliche Handtuchstangen anbringen und so Ihren Stauraum erweitern. Wer das Bad vollkommen neu gestaltet, kann auch über Einbaunischen im Mauerwerk, z.B. in der Dusche, nachdenken und so Ablagemöglichkeiten für Duschgel und Shampoo schaffen.

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